Geschichte des Tipp-Kick

Geschichte  des Tipp-Kick

24 Jahre nach Gründung des Deutschen Fußball Bundes versuchte ein schwäbischer Tüftler den immer populärer werdenden Fußball als Spiel umzusetzen. Das war im Jahr 1923. Seine Kicker sollten auf Knopfdruck richtig kicken können. Und der Ball war der Würfel, der anzeigen sollte wer dran ist. Das Ergebnis seiner Mühen war TIPP-KICK. Der Stuttgarter Carl Mayer war aber so mit seiner Apothekenmöbelproduktion beschäftigt, daß an eine Vermarktung des neuen Spieles nicht zu denken war.

Noch im gleichen Jahr spielte Edwin Mieg zum ersten Mal TIPP-KICK und war sofort begeistert. Zu einer Einigung mit dem Erfinder kam es rasch und Edwin Mieg machte sich 1924 als Spielwaren-fabrikant selbständig. Die ersten TIPP-KICK Spielfiguren waren aus Blech und nicht sehr stabil. Edwin Mieg verbesserte die Qualität und konnte im Frühjahr 1925 auf der Leipziger Messe die Neuheit TIPP-KICK mit Figuren aus Blei präsentieren.

Da sich Edwin Mieg keinen eigenen Stand auf der Spielwarenmesse leisten konnte ließ er seine Kicker und Torleute auf einem Treppenabsatz, vor einer Messehalle, in Aktion treten. Das Interesse der Besucher war so groß, daß seine Präsenz auffiel: er mußte seinen Platz räumen. Doch Edwin Mieg ließ sich nicht beirren, wechselte seinen Standort zur nächsten Halle zum nächsten Treppenabsatz und tätigte seine ersten – und guten – Geschäfte.

Wurden vor dem Krieg von Jahr zu Jahr wachsende Umsätze verzeichnet, erlebte TIPP-KICK Anfang der 50er Jahre einen regelrechten Boom. 1954 wurden 180.000 TIPP-KICK Spiele verkauft. Edwin Mieg erlebte diese Phase des Unternehmens nicht mehr. Er verstarb 1949. Seine Söhne Peter und Hansjörg Mieg übernahmen das florierende Unternehmen. Jetzt, nach dem Tod von Peter Mieg im Jahr 1991, lenken sein Sohn Mathias gemeinsam mit Hansjörg Mieg die Geschicke des Unternehmens.

Nicht unerheblichen Anteil an dem Erfolg von TIPP-KICK hatte die ständige Weiterentwicklung von Spielfeld, Zubehör und Figuren. Seit 1935 werden die Kicker aus Zink gegossen. Die Torhüter wurden 1954 beweglich. Waren sie anfangs noch kniend und starr an einer Stange, so konnte der „Toni“ auf Knopfdruck nach links und rechts fallen. Er wird seither aus Plastik gespritzt – sein Vorgänger war noch aus Zink. Heute ist der „Toni“, wenn auch nicht mehr unter diesem Namen, immer noch im TIPP-KICK Standard und als Ersatzteil erhältlich. Durch den Erfolg in den 50er Jahren konnten Konkurrenzspiele vom Markt verdrängt werden. TIPP-KICK wurde das klassische Fußballspiel für Zuhause, das es heute noch immer ist.

Mittlerweile gibt es Kicker mit verschiedenen Fußstellungen, so da· die raffiniertesten Schüsse möglich sind. Die Kicker können während des Spieles ausgewechselt werden (z.B. beim Freistoß oder Elfmeter). Die Standard „Kicker“ haben einen völlig normalen, runden Schußfuß. Beim „Top-Kicker“ wurde die Fußspitze angefeilt – hohe Schüsse, sog. Schlenzer, sind für „Top-Kicker“ kein Problem. Der „Star-Kicker“ ist die dritte Variante. Er schießt mit dem Innenrist. Dabei ist der Fuß so ausgebildet, daß auch gefühlvolle Heber den Torwart überlisten können, während er, leicht verschoben, direkte, harte Torschüsse abziehen kann. „Top-Kicker“ und “ Star-Kicker“ sind in Bundesliga-, bzw. in Länderfarben erhältlich und sind bei so manchem begeistertem TIPP-KICK Spieler zu einem begehrten Sammelobjekt geworden. Auch der Torwart nochmals weiterentwickelt. 1985 gelang es den Mieg’schen Konstrukteuren ihn so zu verbessern, daß er sich nicht nur nach den Seiten, sondern auch nach vorne, dem Ball entgegenwerfen kann. Netztore und digitale Halbzeituhr runden das aktuelle TIPP-KICK Programm ab.

Für viele der erwähnten Neuerungen standen die mittlerweile über 200 TIPP-KICK Clubs Pate. Hier hat man es gewagt, durch Anfeilen der Metallfüße die Kicker so zu „frisieren“, daß sie auf alle Spielsituationen optimal reagieren konnten. Fazit: Wirklich gelungenes privates Engagement. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Markenname TIPP-KICK, und das wirft ein Schlaglicht auf den Bekanntheitsgrad des Spieles, fand sich in einer Ausgabe des Duden wieder: TIPP-KICK = engl. für Tischfußball. Der Hersteller Mieg war jedoch gezwungen, Einspruch gegen die Eintragung zu erheben. Da der Eintrag den Markennamen zur Umgangssprache gemacht hätte. Auch das Computerzeitalter erweist dem Bekanntheitsgrad des Klassiker TIPP-KICK seine Referenz: eine falsche Schreibweise von TIPP-KICK wird von einigen elektronischen Rechtschreibhilfen erkannt und automatisch korrigiert.

TIPP-KICK, das hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz gespielt wird, hat aber auch auf der ganzen Welt eine treue Anhängerschaft. Eine Studentengruppe war vor 5 Jahren in Dschungel von Papua-Neuguinea unterwegs. Auf dieser Reise übernachteten die Studenten ein paar Tage in einer katholischen Mission fernab aller Zivilisation. Als es wieder heim ging wollten sie sich bedanken und fragten nach einem Wunsch den sie von zu Hause aus erfüllen wollten. Der deutsche Missionar antwortete er würde sich über ein neues TIPP-KICK Spiel für seine Jungs am meisten freuen – das alte sei schon ziemlich ramponiert.

Die sind neu : die Fußballer von Pro Team Sport! Und die sind gut: Profimaterial! Zum ersten Mal kann jeder TIPP-KICK Spieler, wie sie in der TIPP-KICK Bundesliga verwendet werden, einsetzen.

Pro Team Sport steht für absolute Präzision und Qualität. Die Edelstahlbeine der Kicker ALLROUND, STRIKE und LOOPwerden mit modernster Lasertechnik bearbeitet. Die Beine, mit einer Edelstahlschraube befestigt, können ohne Werkzeug ausgetauscht werden. Die Körper der Kicker sind aus Feinzink, die Oberfläche ist pulverbeschichtet und dadurch extrem widerstandsfähig. Die Mechanik der Figuren ist aus Edelstahlfederdraht und kann auch unter Belastung nicht verbiegen. Der Körper des PRO-GOALI ist aus schlagfestem Kunststoff, der Halteblock aus Aluminium. Auch hier wurde Edelstahlfederdraht verwendet. Der Torhüter ist mit dem Halteblock verschraubt und kann ebenfalls – bei Bedarf – leicht gewechselt werden!

Damit jeder von den Erfahrungen von Spitzenspielern profitiert, liegt den Packungen eine kurze Einführung in die hohe Kunst des TIPP-KICK Spielens bei: Wie spiele ich einen Ball, so daß er garantiert auf meiner Ballfarbe liegen bleibt? … Übung macht den Meister!

P.S. :Pro Team Sport wurde in Zusammenarbeit mit dem dreifachen deutschen TIPP-KICK Meister Norman Koch entwickelt.

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