Ergebnisdienst – 985.Trainingsmeisterschaft vom 21.09.2018

Philipp Baadte (r.) – ungeschlagen Meister!
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1. Bundesliga – Remis zum Auftakt gegen Kaiserslautern

„Erste“ verpasst Auswärtserfolg!

Mit einem 16-16 Unentschieden ist die „Erste“ in die neue Saison gestartet. Ohne Max Daub, dafür mit Florian Stähle traten die Schwaben beim neuformierten Gastgeber an. Diese traten mit den Brüderpaaren Baadt und Hahnel an. Die Partie verlief sehr ausgeglichen, wobei Stähle und Rainer Schlotz leider nur wenig Punkte beisteuern konnten. Artur Merke und Harald Füßinger hielten die „Erste“ im Spiel. Die vier Schlusseinzel sollten die Entscheidung bringen. Stähle unterlag gegen Sebastian Baadte mit 0:1, an der Nebenplatte gewann Merke mit 6:4 Toren gegen Mathias Hahnel. Harald Füßinger wieder souverän im letzten Match gegen Philipp Baadte, 4:2 für den Punktejäger der letzten Saison. Schlotz vermied die 0 Punkte mit einem 3:3 Unentschieden gegen Jochen Hahnel. Am Ende ein 16-16 Remis, erst am Ende der Saison wird man sehen, ob es ein gewonnener oder verlorener Punkt war. Kiel konnte aus familiären Gründen leider nicht antreten, damit sind die Holsteiner gleich unter Druck. Insgesamt ein kurioser Auftaktspieltag – Meister Frankfurt verliert gegen Celtic Berlin, Wasseralfingen holt überraschenden Punkt gegen Vizemeister Berlin, Grönwohld schlägt Waltrop, um dann gegen die Filzteufel zu verlieren. Für Spannung ist in der Liga in jedem Fall gesorgt! Die Ergebnisse sind online – danke an Georg Schwartz für den tollen Job!

Artur Merke (l.) gg. Jochen Hahnel
Erster Sieg für Florian Stähle gegen Philipp Baadte!

2. Bundesliga Südwest – „Zweite“ mit Sieg und Niederlage

„Zweite“ mit ausgeglichener Bilanz!

Zum Punktspielauftakt durfte die „Zweite“ in Bochum antreten. Dort ging es zunächst gegen die Gastgeber der Schlachtenbummler. Die neuformierte Mannschaft tat sich schwer gegen den Abstiegskandidaten und kam nie richtig ins Spiel. Die Mannen um Michael Bräuning starteten mit 0-8 Punkten. Christoph Haag und Bräuning konnten dann Siege einfahren und beim 12-16 hatte man noch die Chance auf das Unentschieden. Wieder waren es Haag und Bräuning, doch die 2:3 Niederlage von Bräuning war gleichbedeutend mit der 14-18 Niederlage. Eine faustdicke Überraschung – die „Zweite“ ist und bleibt eine Diva. Der zweite Gegner, die SG Karlsruhe/Mainz fegte die Gastgeber mit 23-9 weg. Nun zeigte die „Zweite“ ihr anderes Gesicht. Zwar lag man auch gegen die Routiniers mit 5-11 Punkten zurück, doch die Schwaben kämpften sich Stück um Stück heran. Markus Schmidt gewann gegen Georg Schwartz mit 5:3 Toren, die Niederlage von Stefan Poetsch gegen Altmeister Meuren war trotz des 13-15 noch nicht die Entscheidung. Die Schlusseinzel wurden dann von Bräuning gegen Steuer und von Haag gegen Horn mit 5:3 bzw. 5:1 Toren gewonnen. Die erste Führung zum 17-15 Sieg, dramatischer hätte die Aufholjagd nicht enden können. Mit einem blauen Auge davongekommen, mit Max Daub in der Rückhand kann da noch mehr kommen! Die Ergebnisübersicht:

SG Karlsruhe/Mainz – Hirschlanden II 15-17 Pkt., 51:53 Tore

Hirschlanden II – Schlachtenbummler Bochum 14-18 Pkt., 57:68 Tore

Details unter: http://www.tippkick-liga.de

Impressionen aus Bochum

Presseschau – Vahinger Kreiszeitung vom 12.07.2018

Tipp-Kick-Boom durch WM kommt nicht im Verein an

Schwenninger Hersteller verkauft so viele Figuren wie noch nie, TKC Hirschlanden werden dennoch nicht die Türen eingerannt

Tipp-Kick-Boom durch WM kommt nicht im Verein an

Der Spielehersteller Tipp-Kick aus Schwenningen hat im ersten Halbjahr 2018 bereits mehr Figuren verkauft als im gesamten Jahr 2017. Der Fußball-WM in Russland sei dank – und der Neckarsulmer Handelskette Kaufland. Beim Tipp-Kick-Club Hirschlanden merkt man davon allerdings nichts.

Hirschlanden/Schwenningen. 120 000 bis 140 000 Tipp-Kick-Figuren verkauft der gleichnamige Hersteller aus Schwenningen nach eigenen Angaben in Jahren ohne Fußball-Weltmeisterschaft. Die Titelkämpfe in Russland haben das Geschäft aber kräftig angekurbelt. „Wir haben jetzt schon mehr Figuren verkauft als normalerweise in einem ganzen Jahr“, sagt Geschäftsführer Mathias Mieg der Presseagentur dpa.

Eine gestiegene Nachfrage nach Tipp-Kick-Spielen zu großen Fußballturnieren kennt die Schwenninger Firma. So groß wie in diesem Jahr sei der Absatz allerdings noch nie gewesen. „Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet. Das ist wirklich verrückt“, erklärt Mieg. Der Boom liege jedoch nicht allein an der WM. Auch die Werbeaktion der Neckarsulmer Handelskette Kaufland habe einen entscheidenden Beitrag geleistet. Jeder Kunde des Supermarktriesen hat ab einem Einkaufswert von 40 Euro eine Tipp-Kick-Figur geschenkt bekommen.

Mehrere Millionen Figuren habe der Schwenninger Familienbetrieb, der seit 1924 die alleinigen Rechte an dem Spiel besitzt, seit Herbst an Kaufland geliefert. Wie viele genau, darf Mieg nicht sagen. Allein durch die Werbeaktion seien aber mehr Tipp-Kicker vertrieben worden als in den 94 Jahren der Firmengeschichte zuvor insgesamt.

Leidenschaft für Tipp-Kick wird in der Regel in der Familie weitergegeben

Von dem Boom durch die Fußball-WM in Russland und durch die Werbeaktion der Neckarsulmer Handelskette merkt man beim Tipp-Kick-Club Hirschlanden indessen nichts. „Die Menschen gehen eher in einen Fußballverein, aber nicht in einen Tipp-Kick-Club, wenn sie durch eine Fußball-WM oder eine EM begeistert werden“, sagt der TKC-Vorsitzende Andreas Sigle. „Tipp-Kick wird vom Vater zum Sohn weitergegeben. Dann kommen maximal noch die Freunde des Sohnes hinzu, wenn der mit ihnen Tipp-Kick spielt. Wir müssen für die Nachwuchsgewinnung selbst aktiv werden.“ Regelmäßig organisiert der Ditzinger Verein Demonstrationsveranstaltungen. „Bei Events wie der Fahrradmesse oder dem Straßenfest stellen wir mehrere Tische auf“, berichtet Sigle. „Dann absolvieren wir Vereinsmitglieder Demonstrationspartien, damit die Leute sehen, wie wir spielen. Wir lassen aber auch Interessierte selbst an den Tisch. Teilweise dürfen sie sogar mit unserem Profimaterial spielen.“

Denn mit den Spielfiguren, die man im Einzelhandel erwerben kann, hat das Material, mit dem die Tipp-Kicker aus Hirschlanden auf die Jagd nach Siegen gehen, nur noch bedingt etwas zu tun. „Die Figuren aus dem Spielwarenhandel sind nicht schlecht“, sagt Sigle. „Bei uns muss es aber genauer zugehen.“ In der Regel bedienen sich die Vereinsspieler Profifiguren des Herstellers, modifizieren diese aber noch einmal. „Einige Spieler haben sich auf den Bau spezialisiert. Die überlassen nichts dem Zufall und feilen an manch einer Figur bis zu 20 oder 30 Stunden herum“, erzählt der TKC-Vorsitzende.

Andreas Sigle besitzt noch Figur aus Bundesliga-Set von 1973 im Kader

Seit sie mit Stahlbeinen spielen, seien die Figuren haltbarer. „Als die auch die Profifiguren früher komplett aus Zink waren, hat man zum Beispiel das Schussbein oder die gesamte Figur so alle drei Jahre erneuern müssen“, berichtet Sigle. „Ich habe aber auch immer noch einen Spieler aus einem Bundesliga-Set von 1973 in meinem Kader. Bei ihm habe ich nur das Schussbein ausgetauscht.“

In der Regel haben Vereinsspieler rund zehn Figuren in ihrem Kader. „Pro Partie darf aber nur eine bestimmte Anzahl an Figuren zum Einsatz kommen. Das muss vor Beginn festgelegt werden. Der Rest muss praktisch auf die Tribüne“, erzählt der Vorsitzende des TKC Hirschlanden.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 12. Juli 2018