Presseschau – Vahinger Kreiszeitung vom 12.07.2018

Tipp-Kick-Boom durch WM kommt nicht im Verein an

Schwenninger Hersteller verkauft so viele Figuren wie noch nie, TKC Hirschlanden werden dennoch nicht die Türen eingerannt

Tipp-Kick-Boom durch WM kommt nicht im Verein an

Der Spielehersteller Tipp-Kick aus Schwenningen hat im ersten Halbjahr 2018 bereits mehr Figuren verkauft als im gesamten Jahr 2017. Der Fußball-WM in Russland sei dank – und der Neckarsulmer Handelskette Kaufland. Beim Tipp-Kick-Club Hirschlanden merkt man davon allerdings nichts.

Hirschlanden/Schwenningen. 120 000 bis 140 000 Tipp-Kick-Figuren verkauft der gleichnamige Hersteller aus Schwenningen nach eigenen Angaben in Jahren ohne Fußball-Weltmeisterschaft. Die Titelkämpfe in Russland haben das Geschäft aber kräftig angekurbelt. „Wir haben jetzt schon mehr Figuren verkauft als normalerweise in einem ganzen Jahr“, sagt Geschäftsführer Mathias Mieg der Presseagentur dpa.

Eine gestiegene Nachfrage nach Tipp-Kick-Spielen zu großen Fußballturnieren kennt die Schwenninger Firma. So groß wie in diesem Jahr sei der Absatz allerdings noch nie gewesen. „Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet. Das ist wirklich verrückt“, erklärt Mieg. Der Boom liege jedoch nicht allein an der WM. Auch die Werbeaktion der Neckarsulmer Handelskette Kaufland habe einen entscheidenden Beitrag geleistet. Jeder Kunde des Supermarktriesen hat ab einem Einkaufswert von 40 Euro eine Tipp-Kick-Figur geschenkt bekommen.

Mehrere Millionen Figuren habe der Schwenninger Familienbetrieb, der seit 1924 die alleinigen Rechte an dem Spiel besitzt, seit Herbst an Kaufland geliefert. Wie viele genau, darf Mieg nicht sagen. Allein durch die Werbeaktion seien aber mehr Tipp-Kicker vertrieben worden als in den 94 Jahren der Firmengeschichte zuvor insgesamt.

Leidenschaft für Tipp-Kick wird in der Regel in der Familie weitergegeben

Von dem Boom durch die Fußball-WM in Russland und durch die Werbeaktion der Neckarsulmer Handelskette merkt man beim Tipp-Kick-Club Hirschlanden indessen nichts. „Die Menschen gehen eher in einen Fußballverein, aber nicht in einen Tipp-Kick-Club, wenn sie durch eine Fußball-WM oder eine EM begeistert werden“, sagt der TKC-Vorsitzende Andreas Sigle. „Tipp-Kick wird vom Vater zum Sohn weitergegeben. Dann kommen maximal noch die Freunde des Sohnes hinzu, wenn der mit ihnen Tipp-Kick spielt. Wir müssen für die Nachwuchsgewinnung selbst aktiv werden.“ Regelmäßig organisiert der Ditzinger Verein Demonstrationsveranstaltungen. „Bei Events wie der Fahrradmesse oder dem Straßenfest stellen wir mehrere Tische auf“, berichtet Sigle. „Dann absolvieren wir Vereinsmitglieder Demonstrationspartien, damit die Leute sehen, wie wir spielen. Wir lassen aber auch Interessierte selbst an den Tisch. Teilweise dürfen sie sogar mit unserem Profimaterial spielen.“

Denn mit den Spielfiguren, die man im Einzelhandel erwerben kann, hat das Material, mit dem die Tipp-Kicker aus Hirschlanden auf die Jagd nach Siegen gehen, nur noch bedingt etwas zu tun. „Die Figuren aus dem Spielwarenhandel sind nicht schlecht“, sagt Sigle. „Bei uns muss es aber genauer zugehen.“ In der Regel bedienen sich die Vereinsspieler Profifiguren des Herstellers, modifizieren diese aber noch einmal. „Einige Spieler haben sich auf den Bau spezialisiert. Die überlassen nichts dem Zufall und feilen an manch einer Figur bis zu 20 oder 30 Stunden herum“, erzählt der TKC-Vorsitzende.

Andreas Sigle besitzt noch Figur aus Bundesliga-Set von 1973 im Kader

Seit sie mit Stahlbeinen spielen, seien die Figuren haltbarer. „Als die auch die Profifiguren früher komplett aus Zink waren, hat man zum Beispiel das Schussbein oder die gesamte Figur so alle drei Jahre erneuern müssen“, berichtet Sigle. „Ich habe aber auch immer noch einen Spieler aus einem Bundesliga-Set von 1973 in meinem Kader. Bei ihm habe ich nur das Schussbein ausgetauscht.“

In der Regel haben Vereinsspieler rund zehn Figuren in ihrem Kader. „Pro Partie darf aber nur eine bestimmte Anzahl an Figuren zum Einsatz kommen. Das muss vor Beginn festgelegt werden. Der Rest muss praktisch auf die Tribüne“, erzählt der Vorsitzende des TKC Hirschlanden.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 12. Juli 2018

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„Vierte“ bleibt in der Regionalliga!

Sieg und Niederlage für die „Vierte“!

Zum letzten Regionalligaspieltag trafen sich die Teams aus Hirschlanden, Balingen und Nürnberg im kleinen Saal der Karl-Koch-Halle. Zunächst ging es gegen das favorisierte Team der Headbangers Balingen und diese wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Auf Seiten der „Vierten“ konnte Jochen Härterich mit 6-2 Punkten gegenhalten, Peter Oechsle kam auf 3-5 Punkte. Robert Matanovic entäuschte mit 1-7 Punkten, Colin Oechsle konnte keinen Sieg landen. Am Ende stand eine 10-22 Niederlage. Im zweiten Spiel traf man auf den TKC 91 Nürnberg. Gegen die etwas schwächeren Franken konnte die „Vierte“ nicht nur mithalten, dank einer tollen Leistung von Jochen Härterich ging man auch deutlich in Führung. Beim 15-9 war es dann auch Jochen vorbehalten mit einem 6:1 über Ernst Jobst den Sieg sicherzustellen. Auch Robert mit 5-3 Punkten, Colin mit 3-5 Punkten und auch Peter trug einen Punkt zum 17-15 Sieg bei. Aufgrund des Rückzuges der Baden Hotspurs reicht der achte Rang in der Abschlusstabelle für den Klassenerhalt! Die Meisterschaft geht an Yilipulli Gießen, die mit makellosen 16-0 Punkten in die 2.Bundesliga aufsteigen, herzlichen Glückwunsch an die Hessen.

Abschlusstabelle und Einzelwertung unter: http://www.tippkick-liga.de

Peter vs. Peter, der Nürnberger Peter Dobler behielt die Oberhand
40-8 Punkte, Topsaison von Jochen Härterich
Robert Matanovic mit einer eher durchwachsenen Saison
Colin Oechsle – wichtiger Punkte gegen die Franken